Antriebsarten im Kostencheck: So groß sind die Unterschiede
Hybrid, vollelektrisch oder mit Verbrennungsmotor: Wir haben uns die preiswertesten Modelle von fünfzehn Autobauern angesehen. Benziner sind zwar nach wie am günstigsten, aber Elektroautos holen langsam auf. Eine Analyse.
Anlässlich des Autofestivals haben wir die günstigsten Modelle der fünfzehn beliebtesten Marken in Luxemburg unter die Lupe genommen* und das in fünf Antriebsarten: vollelektrisch, Vollhybrid, Plug-in-Hybrid, Benziner und Diesel.
E-Autos: Alle Hersteller sind vertreten
Jede der fünfzehn Marken bietet ein vollelektrisches Einstiegsmodell an. Das günstigste ist der Dacia Spring (14.494 Euro), das teuerste der Porsche Macan (80.067 Euro). Aufgrund der Unterschiede zwischen den Marken und ihrer Positionierung haben wir uns entschieden, den Medianpreis zu analysieren. Bei den E-Autos liegt die Hälfte der in die Analyse einbezogenen Modelle unter 36.040 Euro, die andere Hälfte darüber.
Was die Reichweite angeht, ist der Porsche Macan mit 644 Kilometern das leistungsstärkste Modell, während der Dacia Spring nur 225 Kilometer erreicht. Im Durchschnitt bieten die Einstiegsmodelle mit reinem Elektroantrieb eine Reichweite von 408 Kilometern und ein Preis-Leistungs-Verhältnis von 91 Euro pro Kilometer Reichweite.
Die Wahl der Redaktion**: Renault 5
Dieses kleine Stadtauto, das zum Auto des Jahres 2025 gekürt wurde, fällt mit seinem retro-futuristischen Design auf. Der Einstiegspreis liegt bei 24.077 Euro. Aber Achtung: Bei diesem Preis müssen Autofahrer auf viele Ausstattungsmerkmale verzichten. Wer eine bessere Ausstattung wünscht, muss also mehr investieren. Zu beachten ist, dass die staatliche Förderung in Höhe von 6.000 Euro für das Fahrzeug beantragt werden kann. Damit sinkt das notwendige Budget unter die 20.000-Euro-Marke. Der Renault 5 hat eine Reichweite von 312 Kilometern nach WLTP. Damit bietet der Autobauer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis von 77 Euro pro Kilometer Reichweite.
|
Automarke |
Modell |
Preis (€) |
Reichweite nach WLTP (km) |
| Volkswagen | ID3 | 35 670,00 € | 388 |
| BMW | iX2 | 50 716,12 € | 459 |
| Mercedes | CLA | 47 970,00 € | 530 |
| Audi | Q4 e-tron | 52 430,00 € | 411 |
| Skoda | Elroq 60 | 38 490,00 € | 430 |
| Renault | Renault 5 | 24 077,00 € | 312 |
| Peugeot | e-208 | 28 935,24 € | 363 |
| Tesla | Model Y | 39 990,00 € | 534 |
| Volvo | EX30 | 36 040,00 € | 335 |
| Kia | EV3 | 36 347,00 € | 436 |
| Hyundai | INSTER | 21 997,00 € | 327 |
| Porsche | Macan | 80 067,00 € | 644 |
| Toyota | Urban Cruiser | 34 804,00 € | 344 |
| Ford | Puma Gen-E | 24 659,00 € | 376 |
| Dacia | Spring | 14 494,00 € | 225 |
Vollhybrid: Günstigerer Preis, aber weniger Auswahl
Ein Vollhybrid kombiniert Elektroantrieb und Verbrennungsmotor. Für den nicht aufladbaren Hybrid (HEV) liegt der Medianpreis in der Einstiegsklasse bei 23.807,51 Euro. Das günstigste Modell ist der Toyota Aygo X HEV für 21.960 Euro, während der Kia Niro für 33.833 Euro das teuerste Modell ist. Die Wartungskosten sollten Interessierte nicht außer Acht lassen, denn diese können höher ausfallen als bei Elektrofahrzeuge und Benziner. Nur sechs der ausgewählten Autobauer bieten diese Technologie an.
Die Wahl der Redaktion**: Aygo X HEV
Auch wenn manche behaupten, dass ein Hybrid das Beste aus beiden Welten vereint, teilen wir diese Meinung nicht ganz. Zwei Technologien bringen zwar die Vorteile beider mit sich, aber auch ihre Nachteile. Wir haben uns für den Aygo X HEV von Toyota entschieden, ein verlässliches Modell zu einem vernünftigen Preis.
| Automarke | Modell | Preis |
| Renault | Clio HEV | 22 046,00 € |
| Peugeot | 208 | 22 291,02 € |
| Kia | Niro | 33 833,00 € |
| Hyundai | Kona Hybrid | 31 570,00 € |
| Toyota | Aygo X HEV | 21 960,00 € |
| Dacia | Duster hybrid 155 | 25 324,00 € |
Plug-in-Hybrid: Die Qual der Wahl
Plug-in-Hybrid wird von allen Herstellern auf unserer Liste außer von Tesla und Dacia angeboten. Das günstigste Auto ist der Peugeot 308 PHEV für 36.040 Euro, während das teuerste – der Cayenne e-Hybrid – 112.966 Euro kostet. Der Medianpreis liegt bei 48.435 Euro und ist damit deutlich höher als bei HEV-Modellen.
Die Wahl der Redaktion**: Peugeot 308 PHEV
Mit einem Preis ab 36.040 Euro hat der 308 unsere Aufmerksamkeit geweckt. Er zeichnet sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein gelungenes Design aus. Zudem handelt es sich um ein Modell, das sowohl für dynamische junge Menschen als auch für junge Familien geeignet ist.
| Automarke | Modell | Preis |
| Volkswagen | Golf 1.5 eHybrid | 43 340,00 € |
| BMW | Serie 2 | 49 990,91 € |
| Mercedes | Classe A Berline compacte | 48 789,00 € |
| Audi | A3 Sportback TFSI | 46 500,00 € |
| Skoda | Superb Combi | 49 490,00 € |
| Renault | Rafale PHEV | 50 958,00 € |
| Peugeot | 308 PHEV | 36 040,00 € |
| Volvo | V60 | 59 170,00 € |
| Kia | Sportage PHEV | 46 404,00 € |
| Hyundai | Tucson PHEV | 48 346,00 € |
| Porsche | Cayenne e-hybrid | 112 966,70 € |
| Toyota | Prius PHEV | 48 435,00 € |
| Ford | Ford Kuga PHEV | 38 705,00 € |
Benziner: Konkurrenzlos im Preis
Mit einem Medianpreis von 19.790 Euro sind Benziner deutlich günstiger als die Einsteiger-E-Autos. Die Differenz beträgt nicht unerhebliche 10.000 Euro. Das günstigste Modell ist der Dacia Sandero (13.431 Euro), während das teuerste erneut von Porsche stammt: der Cayenne mit einem Preis ab 99.811 Euro. Zwei Marken – Tesla und Volvo – bieten keine Benziner an. In der Einstiegsklasse überzeugen kleine Benziner durch ihren erschwinglichen Preis, ihren niedrigen Verbrauch, ihre Wendigkeit in der Stadt und ihre geringen Wartungskosten, was sie zu einer wirtschaftlichen und praktischen Wahl für den Alltag macht.
Die Wahl der Redaktion**: Skoda Fabia
Dieser Stadtwagen ist nicht nur günstig (19.730 Euro), sondern auch praktisch. Er bietet mehr Platz als einige seiner Konkurrenten, die zwar günstiger, aber auch kleiner sind. Sein Design ist ansprechend. Dank seiner Maße ist er sowohl in der Stadt als auch außerorts vielseitig einsetzbar. Der Fabia ist bereits in der Basisversion gut ausgestattet. Er überzeugt durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis und seinen sparsamen Verbrauch. Eine kluge Wahl für Autofahrer, die ein kompaktes, funktionales und erschwingliches Fahrzeug suchen.
| Automarke | Modell | Preis |
| Volkswagen | Polo | 23 150,00 € |
| BMW | Serie 1 | 36 357,02 € |
| Mercedes | Classe A Berline compacte | 34 749,00 € |
| Audi | A1 Sportback | 26 170,00 € |
| Skoda | Fabia | 19 790,00 € |
| Renault | Renault Clio (Sce 65) | 16 690,00 € |
| Peugeot | 208 | 18 616,63 € |
| Kia | Picanto | 16 912,00 € |
| Hyundai | i10 | 17 356,00 € |
| Porsche | Cayenne | 99 811,70 € |
| Toyota | Aygo X | 15 990,00 € |
| Ford | Tourneo Courrier | 20 950,00 € |
| Dacia | Sandero | 13 431,00 € |
Diesel: Sieben Marken weiterhin dabei
Nur sieben Marken bieten überhaupt noch Diesel-Autos an. Mit einem Medianpreis von 36.840 Euro ist dieser Antriebtyp deutlich teurer als ein Benziner. Der mediane Preisunterschied zwischen den Einstiegsmodellen mit Benzin- bzw. Dieselmotor beträgt 17.000 Euro. Die Auswahl ist also nicht nur begrenzt. Autofahrer müssen beim Kauf auch über ein größeres Budget verfügen. Das günstigste Modell ist der Renault Kangoo für 26.736 Euro, das teuerste der Toyota Hilux für 51.417 Euro. Aber dennoch: Der Diesel bleibt aufgrund seiner Zuverlässigkeit, seiner hohen Reichweite und seiner Effizienz auf langen Strecken eine Option.
Die Wahl der Redaktion**: Audi A3 Sportback
Mit einem Preis ab 31.350 Euro bietet Audi ein elegantes, komfortables und zuverlässiges Modell mit präzisem Fahrverhalten und einem ebenso präzisen Fahrwerk. Vor allem ist er günstiger als die meisten seiner Konkurrenten in unserem Vergleich. Einen Diesel zu fahren, muss nicht bedeuten, auf Stil zu verzichten.
| Automarke | Modell | Preis |
| Volkswagen | Golf 2.0 TDI | 32 489,00 € |
| BMW | Serie 1 | 36 840,49 € |
| Mercedes | Classe A Berline compacte | 38 844,00 € |
| Audi | A3 Sportback | 31 350,00 € |
| Skoda | Karoq | 38 490,00 € |
| Renault | Kangoo | 26 736,00 € |
| Toyota | Hilux | 51 417,00 € |
*Methodik:
Unser Vergleich umfasst die fünfzehn Marken, die zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 31. Dezember 2024 (laut SNCA) in Luxemburg die meisten Neuwagen verkauften. Für die Preisangaben konsultierten wir im November und Dezember 2025 die luxemburgischen Websites der Hersteller. Für jede Antriebsart wählten wir das günstigste Modell jeder Marke aus, wobei wir uns ausschließlich auf den Grundpreis ohne Sonderausstattungen, Sonderangebote oder Rabatte gestützt haben. Staatliche Förderungen wurden nicht berücksichtigt.
**Die Auswahl der Redaktion
**Die Auswahl der Redaktion ist eine subjektive, aber transparente Meinung, die auf klar erläuterten Kriterien basiert, um unseren Lesern eine ehrliche Orientierungshilfe zu bieten.