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In der neuen Ausgabe von „Autotouring“ widmen wir uns ausführlich den Oldtimern – einem gut bewahrten Teil des industriellen und kulturellen Erbes, insbesondere Europas. Es wird erwartet, dass dieser Markt, der heute auf mehrere zehn Milliarden Euro geschätzt wird, in den nächsten zehn Jahren weiterhin stark wachsen wird, um rund 5 Prozent pro Jahr.

Dieses Wachstum wird sich auf alle wirtschaftlichen Zweige auswirken, die mit der Oldtimerwelt verbunden sind: auf die Fahrzeuge selbst, Restaurierung, Versteigerungen, Tourismus, Plattformen für den Verkauf sowie den Tausch von Ersatzteilen und Sammlerstücken.

In Europa ist die Leidenschaft für Oldtimer vor allem ein kulturelles Phänomen, das eine wiedererwachende Vorliebe für hochwertige Ingenieurskunst widerspiegelt – in einer Zeit, in der moderne Autos zu einem Gebrauchsgegenstand ohne Originalität, Individualität und besondere Bedeutung geworden sind, abgesehen davon, sich von A nach B zu bewegen. Oldtimer blicken auf eine reiche Geschichte zurück, in der sich Leidenschaft und Innovation gegenseitig beflügelten und so Meisterwerke hervorbrachten.

Auch wenn die prestigeträchtigsten Oldtimer, die für mehrere Hunderttausend oder gar Millionen Euro gehandelt werden, das Interesse der Medien auf sich ziehen, so besteht die große Mehrheit des Marktes aus zwar außergewöhnlichen, aber eher einfacheren Modellen. Und viele Besitzer dieser älteren Modelle fahren – entgegen der landläufigen Meinung – tatsächlich mit ihren Fahrzeugen.

Oldtimer stellen für manche auch eine Geldanlage oder ein Mittel zur Kapitalerhaltung dar. Doch für die meisten Besitzer historischer Fahrzeuge ist die Leidenschaft unbezahlbar.

Dr. Yves Wagner
Präsident des Automobil-Clubs Luxemburg