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Zwischen Freizeit und Wettbewerb gibt es zwei Welten, die nicht mit derselben Geschwindigkeit unterwegs sind. Erklärungen.

Du liebst Geschwindigkeit, enge Kurven und den Geruch von heißem Asphalt? Willkommen in der Welt des Kartfahrens! Aber Vorsicht: Kartfahren ist nicht gleich Kartfahren. Zwischen den Leihkarts, die man auf öffentlich zugänglichen Strecken findet, und den Rennmaschinen, die im Wettbewerb eingesetzt werden, liegen Welten. Zwei Welten, die nicht im selben Tempo fahren.

In der Kartwelt sind nicht alle vierrädrigen Fahrzeuge gleich. Während Leihkarts jedermann die Möglichkeit geben, Rennfeeling zu erleben, sind Rennkarts auf pure Leistung ausgelegt. Zwei Ansätze, zwei Philosophien – und vor allem zwei radikal unterschiedliche Erfahrungen.

Das Freizeitkart: Adrenalin für alle

Das ist das Kart, das man auf öffentlichen Strecken findet – oft in Hallen oder auf eigens angelegten Outdoor-Pisten. Angetrieben von einem 4-Takt-Motor mit 5 bis 15 PS, ist das Freizeitkart auf Robustheit und Sicherheit ausgelegt. Die Geschwindigkeit ist bewusst begrenzt, in der Regel auf etwa 60 km/h, um ein für alle zugängliches Erlebnis zu garantieren – selbst für Anfänger.

Das Chassis ist verstärkt, um Kollisionen standzuhalten, Einstellungen gibt es keine, und der Wartungsaufwand ist minimal. Hier braucht man weder eine Lizenz noch mechanische Kenntnisse: Ein Helm, eine kurze Einweisung – und schon geht’s los für ein paar Runden mit Freunden oder Familie.

In Sachen Rundenzeiten liegt der aktuelle Bahnrekord im ACL-Kart bei 47,109 Sekunden mit einem H270-Kart, ausgestattet mit einem 270-cm³-Motor mit etwa 9 PS. Mit einem H390-Kart, das über einen 390-cm³-Motor mit rund 13 PS verfügt, liegt der Rekord bei 55,880 Sekunden. Bei den H200-Karts für Kinder beträgt die Bestzeit 55,576 Sekunden.

Das Rennkart: Mehr als 12 Sekunden pro Runde schneller

Hier betreten wir eine andere Welt. Auf der Strecke beträgt der Unterschied zwischen einem Rennkart und einem Leihkart zwischen 12 und 21 Sekunden pro Runde. Konkret liegt der Streckenrekord in Mondercange bei 34,6 Sekunden mit einem Super X30 175 cm³. Dieses Rennkart ist ein echtes Biest mit rund 43 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 130 km/h. Allgemein sind Rennkarts leicht, extrem reaktionsschnell und können über 120 km/h erreichen. Sie sind mit einem 2-Takt-Motor ausgestattet, leisten bis zu 50 PS, und jedes Detail zählt: Reifendruck, Chassisgeometrie, Bremseneinstellung – alles ist verstellbar, um die Leistung zu optimieren. Diese Ansprüche haben jedoch ihren Preis: Ein Rennkart kostet mehrere tausend Euro, benötigt eine sorgfältige Wartung und darf nur auf zugelassenen Strecken gefahren werden – oft im Rahmen offizieller Wettbewerbe. Außerdem ist eine Lizenz erforderlich, die von einem Verband oder einer Organisation mit sportlicher Zuständigkeit wie ACL Sport ausgestellt wird.

Zwei Sichtweisen des Kartsports, eine Leidenschaft

Während das Freizeitkart durch seine Einfachheit und Zugänglichkeit besticht, zieht das Rennkart leidenschaftliche Fans von Technik und Geschwindigkeit an. Das eine ist ein Einstieg in den Motorsport, das andere bereits dessen vollendeter Ausdruck. Doch beide teilen das gleiche Wesen: den Fahrspaß.