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Mit dem Epiq bereitet Škoda die Einführung seines günstigsten vollelektrischen Modells vor. Der neue Stadt‑SUV, der unterhalb des Enyaq und Elroq positioniert ist, soll in einem zunehmend umkämpften Segment ein breiteres Publikum ansprechen. Die Produktion beginnt im Juni 2026 im spanischen Pamplona. Ab September wird das Modell ausgeliefert. Wir hatten die Gelegenheit, einen ersten Blick auf das Fahrzeug zu werfen, dessen Form noch geheim ist.

Der Epiq markiert einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Herstellers. Er ist das erste Serienmodell, bei dem die neue Škoda-Designsprache „Modern Solid“ vollständig umgesetzt wird. Die neue Identität trägt dazu bei, dass das Auto puristisch und zugleich robust wirkt. Der Epiq basiert ebenso wie der Cupra Raval und der ID. Polo von Volkswagen auf der MEB+-Plattform, die für die neue Generation kompakter Elektrofahrzeuge entwickelt wurde.

Design und Ergonomie

In puncto Design setzt Škoda beim Epiq auf glatte Oberflächen, markante Formen und eine T‑förmige Lichtsignatur – eine Premiere. Die Lichtsignatur soll zu einem visuellen Markenzeichen zukünftiger Modelle werden.

Die Frontpartie zeichnet sich durch das „Tech Deck Face“ aus, eine moderne Weiterentwicklung des traditionellen Kühlergrills, kombiniert mit tiefer liegenden Scheinwerfern, die andere Autofahrer weniger blenden sollen. Derzeit ist die genaue Form der Karosserie noch nicht bekannt, insgesamt präsentiert sich der Epiq aber dynamisch und zeitgemäß.

Im Innenraum, den wir leider nicht zeigen können, setzt Škoda auf schlichte Ergonomie und intelligente Stauraumlösungen. Der berühmte Regenschirm befindet sich in der Tür, ein Eiskratzer im Kofferraum. Als Zubehör bietet Škoda zudem eine Tasche an, die an der Rückseite der Rücksitze befestigt wird und zur Aufbewahrung von Kabeln dient. Die verwendeten Materialien bestehen weiterhin überwiegend aus Kunststoff, wirken aber dennoch hochwertig. Die Bedienelemente sind gut durchdacht. Einziger Wermutstropfen: Die Fahrerassistenzsysteme wie der Tempomat lassen sich nicht über das Lenkrad einstellen, sondern über einen separaten Hebel.

Der Epiq ist 4,17 Meter lang (7 Zentimeter weniger als sein großer Bruder Kamiq) und 1,8 Meter breit, bei einer Höhe von 1,6 Metern. Der „kleine“ SUV bietet ein Kofferraumvolumen von 475 Litern und einen 60 Liter fassenden Frunk für noch mehr Stauraum. Im Inneren ist ausreichend Platz, selbst im Fond.

Bis zu 430 Kilometer Reichweite

Was die Technik betrifft wird der Epiq in drei Versionen erhältlich sein (Epiq 30, Epiq 40 und Epiq 55). Die ersten beiden erhalten eine 37‑kWh‑Batterie, die eine Reichweite von 310 Kilometern (WLTP) ermöglichen soll. Der Epiq55 nutzt eine 52‑kWh‑Batterie für eine Reichweite von 430 Kilometern (WLTP). Der tschechische Hersteller verspricht eine Schnellladung innerhalb von 28 bzw. 23 Minuten, abhängig von der Batterie. In der leistungsstärksten Version beschleunigt der Epiq in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, in der leistungsschwächsten in 11 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 bis 160 km/h. Die Leistung beträgt beim Epiq 30 85 kW, beim Epiq40 99 kW und beim Epiq55 155 kW. Bei unserem Test, der hauptsächlich im Stadtverkehr stattfand, verbrauchte das E-Auto 12,6 kWh.

Während unserer kurzen Probefahrt überzeugte er mit einem komfortablem Fahrverhalten und lief leise und sanft, wie es für ein E-Auto typisch ist. Der Epiq ist wendig und lässt sich auch in engen Straßen gut manövrieren. Der Fahrmodus B mit Rekuperation ermöglicht das Fahren mit nur einem Pedal, was stets angenehm ist.

Bislang ist der Preis noch unbekannt. Škoda hatte zwar ein Auto für 25.000 Euro in Aussicht gestellt. Ob es dabei bleibt und welche Ausstattung es zu diesem Preis gibt, hat der Hersteller noch nicht kommuniziert. Da die Produktion für Juni geplant ist, dürfte es nur noch einige Wochen dauern, bis nähere Infos folgen.

Fazit: Der Epiq wird, wenn Škoda sein Preisversprechen hält, eine interessante Wahl für Menschen, die ein modernes, einfaches, aber auch alltagstaugliches Elektroauto suchen.

Jiri Hadascok begann seine Laufbahn bei Škoda vor etwas mehr als 26 Jahren als Praktikant. Heute ist er als Exterior Design Coordinator beim tschechischen Hersteller beschäftigt. Er teilt mit uns seine Eindrücke zum Design des Epiq.
Können Sie uns mehr über das Design des Škoda Epiq verraten?

Jiri Hadascok, Exterior Design Coordinator bei Škoda

Der Epiq ist das erste Serienfahrzeug von Škoda, das vollständig entsprechend unserer neuen Strategie entwickelt wurde: ein modernes, solides Design, das auf einer völlig neuen Stilsprache basiert. Er vereint die Eigenschaften eines SUV mit einem insgesamt robusten Erscheinungsbild. Konkret zeigt sich das an der markanten Silhouette, der dominanten Struktur, einem ausgeprägten Volumen und der aerodynamischen Kabine darüber. Das Ziel ist es, die für Škoda typische Praktikabilität und Funktionalität mit einem starken visuellen Ausdruck zu verbinden.

Diese Arbeit begann 2022 mit der Vision 7S. Ausgehend von diesen Konzepten hat sich unsere neue Formensprache etabliert. Elemente dieser Modernität fanden sich bereits im Enyaq und im Elroq wieder, allerdings nur teilweise, vor allem an der Front.

Wir haben den traditionellen Škoda‑Kühlergrill grundlegend überarbeitet. Er wird nun durch das sogenannte „Tech Deck“ ersetzt: ein Teil aus Polycarbonat, in das technologische Komponenten wie Radar und Frontkamera integriert sind. Wie Sie wissen, teilt Škoda die Scheinwerfer traditionell. Diese Signatur behalten wir bei: die Alltagsfunktionen unten, die Hauptfunktionen oben. Dadurch entsteht ein charakteristisches optisches Doppelmodul, das einladend wirkt. Es entspricht der Identität „Modern Solid“ und zugleich bleibt es dem SUV‑Charakter der Marke treu.

Was gefällt Ihnen an diesem Design am besten?

Jiri Hadascok, Exterior Design Coordinator bei Škoda

Am besten gefällt mir die Schlichtheit. Wir haben die Anzahl der Linien bewusst auf ein Minimum reduziert – nichts ist überflüssig, alles hat seine Daseinsberechtigung, alles eine Funktion. Das Ergebnis ist ein puristisches, stolzes, ehrliches und optisch sehr dominantes Auto. Mir gefällt auch, dass der Epiq größer wirkt, als es tatsächlich ist. Da wir ein sehr familienorientierter Hersteller sind, sind wir stets bestrebt, ein Maximum an Platz zu bieten, und das soll auch von außen so wirken. Wenn man ihn mit seinem Pendant, dem Verbrenner Kamiq, vergleicht, auf den wir oft Bezug nehmen, entsteht der Eindruck, dass der Epiq deutlich imposanter ist. Von den Maßen her sind sie jedoch sehr ähnlich.

Ich bin wirklich stolz auf die Front des Autos. Die untere Stoßstange ist besonders ausdrucksstark: Wir nennen sie den „Vulkan“ – Sie werden verstehen, warum, wenn Sie sie sehen. Sie hat eine sehr starke, sehr statische, fast schützende Ausstrahlung.

Was halten Sie als Designer davon, dass moderne Autos sich immer ähnlicher werden? Hat die DNA einer Marke da noch ihren Platz?

Jiri Hadascok, Exterior Design Coordinator bei Škoda

Diese Frage betrifft eher die Identität der Marken. Jeder Hersteller hat seine eigene DNA. Wir sind eine der ältesten Automobilmarken der Welt, und dieses Erbe ist tief in unseren Produkten verwurzelt. So finden Sie beispielsweise beim Epiq die für Škoda typische flügelartige Linie wieder, die wir überall in unserer visuellen Identität verwenden. Sie erscheint auf der Motorhaube, wird durch das „Tech Deck“ betont und findet sich sogar auf den Felgen wieder.

Unser Team fühlt sich dieser DNA sehr verbunden – wir sagen gerne, dass wir „grünes Blut“ haben, da Škoda seit jeher mit der Farbe Grün assoziiert wird.

Jede Marke drückt ihre Identität anders aus: Einige betonen Emotionen, andere Sportlichkeit. Bei Škoda ist es unser Ziel, schöne, funktionale und diskret intelligente Autos zu bauen: Autos, die man jeden Tag nutzt, ohne darüber nachzudenken – wie ein Partner, ein Freund oder ein zuverlässiges Werkzeug. Das ist etwas, das seit jeher Teil von uns ist.