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Mit dem Primacy 5 Energy und dem Pilot Sport 5 Energy will der französische Reifenhersteller Leistung, Sicherheit und Energieeffizienz in Einklang bringen – in einer Zeit des Umbruchs für die gesamte Branche.

Der Michelin-Konzern bringt eine neue Generation von Sommerreifen auf den Markt: Am Mittwoch, dem 11. März, wurden in Paris zwei Premium-Reifen vorgestellt – der Primacy 5 Energy und der Pilot Sport 5 Energy.

Beide Neuheiten veranschaulichen den Wandel, den die Reifenbranche in den letzten rund zwanzig Jahren durchlaufen hat, während die Anforderungen stetig zunehmen. Die technischen Ansprüche steigen immer weiter, hinzu kommen inzwischen ökologische Ambitionen und der Vormarsch der Elektrifizierung – und das in einem Markt, der sich stark diversifiziert hat: In weniger als 25 Jahren sind knapp 200 chinesische Hersteller auf den Plan getreten.

Innerhalb ein und desselben Produkts müssen heute optimale Haftung auf nasser Fahrbahn, geringe Geräuschentwicklung und eine lange Lebensdauer gewährleistet werden. Gleichzeitig gilt es, den CO₂-Verbrauch von Verbrenner- und Hybridfahrzeugen zu senken bzw. die Reichweite von Elektroautos zu optimieren – und das alles, ohne das Budget der Verbraucher zu sprengen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, investiert der Michelin-Konzern jährlich 1,2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Im Bereich Umwelt hat sich das Unternehmen ein klares Ziel gesetzt: Bei der Reifenherstellung soll ein wachsender Anteil an biobasierten oder recycelten Materialien zum Einsatz kommen – darunter Naturkautschuk, pflanzliche Harze und recycelte Kunststoffe –, um bis 2030 einen Anteil von 40 % nachhaltiger Materialien zu erreichen und bis 2050 sogar 100 %.

Darüber hinaus geht es darum, die Nutzungsphase eines Reifens anzugehen, die 80 % bis 85 % seines ökologischen Gesamtfußabdrucks ausmacht. Der Rollwiderstand – also die physikalische Kraft, die der Drehbewegung des Reifens entgegenwirkt – beansprucht im Durchschnitt 20 % der Energie, die für die Fortbewegung eines Fahrzeugs benötigt wird. Ihn zu verringern ist daher entscheidend, um Kraftstoff zu sparen oder die Batteriereichweite zu erhöhen. Michelin bietet hier eine jährliche Verbesserung von 1 % bis 2 %.

Doch es gilt auch, den Ausstoß von Abriebpartikeln zu reduzieren (5 % Rückgang zwischen 2015 und 2020, was 100.000 Tonnen Partikeln entspricht) und die Leistung der Reifen bis an ihre Verschleißgrenze aufrechtzuerhalten, um ein vorzeitiges Entsorgen zu vermeiden (128 Millionen Reifen werden in Europa jährlich weggeworfen). Hinzu kommt die Herausforderung, Altreifen in neue Rohstoffe umzuwandeln.

Genau diesen zahlreichen Anforderungen versuchen die beiden vorgestellten Reifen gerecht zu werden. Es handelt sich um Sommerreifen, denn trotz des Aufkommens von Ganzjahresreifen entfallen 80 % der weltweit 1,7 Milliarden verkauften Reifen nach wie vor auf Sommerreifen, die in vielen Regionen die geeignetere Wahl sind.

Der Primacy 5 Energy vereint all diese verschiedenen Aspekte auf ausgewogene Weise: Allen voran die Sicherheit, mit der Note A beim Bremsen auf nasser Fahrbahn und einer Verbesserung von 8 % gegenüber der Vorgängergeneration – sowohl im Neuzustand als auch im abgefahrenen Zustand kurz vor dem Austausch.

Zudem erreicht er die Note A sowohl beim externen Rollgeräusch als auch bei der Energieeffizienz. Im Vergleich zu einem Reifen der Klasse C bedeutet das immerhin 6 % weniger Kraftstoffverbrauch bzw. 10 % mehr Batteriereichweite. Vor allem aber weist er die beste Langlebigkeit in seinem Segment auf – was erklären dürfte, warum er bereits von rund zwanzig Automobilmarken weltweit ausgewählt wurde und aktuell mehr als fünfzig neue, in Entwicklung befindliche Modelle ausrüstet.

Der Pilot Sport 5 Energy wiederum richtet sich, wie sein Name schon verrät, an Fahrer, die eine sportlichere Fahrweise bevorzugen. Doch als Ergebnis von fünf Jahren Forschung erhält auch er die Note A beim Bremsen auf nasser Fahrbahn und bei der Energieeffizienz. Um seine Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, wurde der Reifen auf einer Rennstrecke getestet – bei einer konstanten Geschwindigkeit von 300 km/h, und das über einen Zeitraum von annähernd acht Tagen. Ein eindrucksvoller Beleg für seine Langzeitbeständigkeit.