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Die Kraftstoffpreise belasten das Budget der Autofahrer immer stärker. Kein Grund zur Sorge: Sie müssen nicht Ihr Auto wechseln, um Geld zu sparen. Loïc Schiocchet, Koordinator für die Förderung von Mobilitätslösungen beim ACL, verrät Ihnen seine besten Tipps, um im Alltag weniger Kraftstoff zu verbrauchen.

Vorausschauend fahren, vorausschauend fahren, vorausschauend fahren

Das ist die Grundlage des umweltbewussten Fahrens. Schauen Sie weit nach vorne: Wenn Sie eine rote Ampel sehen, bringt es nichts, weiter Gas zu geben, um erst im letzten Moment zu bremsen. Nehmen Sie frühzeitig den Fuß vom Gas, halten Sie ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und lassen Sie das Auto natürlich verzögern. Je weniger man anhält, desto weniger verbraucht man. Mit etwas Glück wird die Ampel wieder grün, ohne dass Sie überhaupt anhalten mussten. Besonders wichtig ist das im Stau: Stop-and-go verbraucht sehr viel Energie und Kraftstoff. Eine gleichmäßige Geschwindigkeit spart hier bereits bares Geld.

Sofort losfahren, sanft beschleunigen

Ein noch verbreiteter Reflex ist es, den Motor im Stand „warmlaufen“ zu lassen. Das ist unnötig. Beim Kaltstart spritzt der Motor mehr Kraftstoff ein und läuft mit höherer Drehzahl, um den Katalysator schneller zu erwärmen und Emissionen zu reduzieren. Den Motor im Stand laufen zu lassen, verbraucht also nur unnötig Kraftstoff. Besser ist es, sofort loszufahren und dabei sanft zu fahren: Öl und Kühlmittel erreichen so schneller ihre Betriebstemperatur, was Verbrauch und Motorverschleiß reduziert. Beim Beschleunigen gilt: Finden Sie das richtige Maß. Beschleunigen Sie zügig, aber ohne das Gaspedal durchzudrücken. Zu langsames Anfahren ist ebenso ineffizient wie zu starkes Beschleunigen.

Konstante Geschwindigkeit halten

Wenn ich nur einen Tipp geben dürfte, wäre es dieser: Halten Sie eine konstante und moderate Geschwindigkeit. Je schneller Sie fahren, desto höher ist der Verbrauch – vor allem wegen des Luftwiderstands, der mit dem Quadrat der Geschwindigkeit steigt. Auf der Autobahn kann bereits eine Geschwindigkeit von 110 km/h statt 130 km/h den Verbrauch und die Tankkosten deutlich senken und gleichzeitig die Reichweite erhöhen.

Die Details, die die Rechnung beeinflussen

Denken Sie daran, früh genug hochzuschalten. Mit modernen Motoren kann man problemlos bei niedrigen Drehzahlen fahren. Der Eco-Modus Ihres Fahrzeugs ist in der Stadt und im Stau sinnvoll, wirkt sich auf der Autobahn jedoch eher kontraproduktiv aus, da der Motor dort stärker beansprucht werden muss. Überprüfen Sie regelmäßig den Reifendruck – es gibt sogar Modelle, die speziell zur Verbrauchsreduzierung entwickelt wurden. Räumen Sie Ihren Kofferraum von Überflüssigem frei: Jedes unnötige Kilo macht sich an der Tankstelle bemerkbar. Was die Klimaanlage und die Heizung angeht, so verbrauchen diese nicht so viel, wenn Sie eine angemessene Temperatur einstellen. Bedenken Sie jedoch, dass jeder Stromverbraucher die Lichtmaschine beansprucht, und je mehr diese arbeitet, desto mehr verbrauchen Sie.

Sollte man auf Super Plus (SP98) oder Premiumkraftstoff umsteigen?

Nicht unbedingt. Die meisten heutigen Fahrzeuge sind für Super 95 optimiert, das völlig ausreichend ist. SP98 kann den Verbrauch minimal senken, aber nicht in einem wirklich spürbaren Maß; es ist vor allem für leistungsstarke Motoren sinnvoll. Premiumkraftstoffe (V-Power, Ultimate, Excellium usw.) dienen in erster Linie dazu, den Motor und die Einspritzanlage dank spezieller Additive zu reinigen – gelegentlich sinnvoll, aber nicht für den täglichen Gebrauch notwendig.