Die neue Designsprache des deutschen Herstellers trägt den Namen „Pure Positive“ und setzt auf Stabilität, Sympathie und eine Prise „Geheimzutat“. Im neuesten Modell, dem ID. Cross, zeigt sich dieses Konzept besonders deutlich.
Offiziell vorgestellt im Juli, verkörpert der ID. Cross die neue „Pure Positive“-Formensprache der Marke. Dahinter steckt eine Rückbesinnung auf die Wurzeln des Automobilbaus. Statt Fahrzeuge um endlose Ausstattungslisten herum zu konstruieren, sollen sie wieder für Menschen gedacht werden, so Kai Grünitz, im Markenvorstand von Volkswagen zuständig für die technische Entwicklung. Sein Ziel, das er als „Demokratisierung der Mobilität“ bezeichnet. Entsprechend setzt das Unternehmen auf modulare, skalierbare Technik sowie auf Innovationen, die zugänglich und alltagstauglich bleiben. Der neue ID. Cross erreicht eine Reichweite von bis zu vierhundertsiebenundzwanzig Kilometern.
Selbstbewusst in Szene gesetzt
Am Exterieur des ID. Cross lässt sich die neue Formensprache mit ihrer Stabilität, Klarheit und Sympathie besonders gut ablesen. „Das ist der ID. Cross, das ernsthafte Auto“, sagte Stefan Wallburg, Leiter Exterieurdesign Europa, im April bei der Präsentation des SUV in Hamburg. Das Modell basiert auf derselben modularen Elektrobaukasten-Plattform (MEB) wie der ID. Polo, der Anfang des Jahres Weltpremiere feierte. Zwar teilen sich die beiden Modelle laut Wallburg „viele Synergien“, doch anders als der kompakte Fließheckwagen sei der ID. Cross ein „echtes SUV“.
„Wir haben die Front angehoben und den Lichtbalken sehr hoch positioniert“, erklärt Wallburg. Das verleiht dem ID. Cross seinen selbstbewussten und imposanten Auftritt. „Diese erhöhte Frontpartie geht in die Gürtellinie über, die unterhalb der Scheiben bis nach hinten verläuft.“ Daraus ergibt sich eine ruhige, klare und fließende Silhouette. „In Kombination mit den kraftvollen Radhäusern und Flächen wirkt das Ganze zeitlos, wie ein reinrassiges SUV.“ Die fünf Speichen der Felgen, bei denen Schwarz dominiert, unterstreichen diesen Eindruck von Solidität und Stabilität zusätzlich.
Mit dem horizontalen Lichtband und den nach oben schwingenden Scheinwerfern, die ein „Lächeln“ andeuten, wirkt die Fahrzeugfront wie ein freundlicher Gesichtsausdruck, der geradezu zum Zurücklächeln einlädt. Die beleuchteten VW-Logos an Front und Heck ziehen die Blicke auf sich, während die schmalen Heckleuchten im „Whiskyglas“-Stil zusammen mit dem Lichtband die klaren, reduzierten Linien des Fahrzeugs betonen.
Auch andere Details zeigen den Anspruch an Alltagstauglichkeit. Kleine Lichtpunkte an der Innenseite der Türgriffe etwa beleuchten beim Öffnen den Boden, eine praktische Hilfe bei Dunkelheit.
Geräumig und wohnlich
Diese moderne, aufgeräumte Formensprache setzt sich im Innenraum fort. Die Kabine wirkt großzügig und einladend zugleich, mit hellen Stoffbezügen an Sitzen, Türverkleidungen und Teilen des Armaturenbretts. Ziel ist das Gefühl, im eigenen „Wohnzimmer“ zu sitzen, für mehr Wohlbefinden an Bord, so Kenji Monma, Innenraumdesigner bei Volkswagen. Wer zusätzlichen Klanggenuss wünscht, kann optional ein Harman-Kardon-Soundsystem ordern.
Der Fahrzeugboden liegt erhöht, wodurch die Knie der Insassen im Sitzen leicht angewinkelt sind, doch auch das Dach wurde angehoben, was für reichlich Kopffreiheit sorgt. Die intuitive Bedienphilosophie des ID. Cross zeigt sich etwa an der berührungsaktivierten Innenraumleuchte, während sich die Schlichtheit in der Gestaltung der „Inseln“ widerspiegelt, auf denen die Türgriffe sitzen. Diese rechteckigen, ringförmigen Griffe werden durch Anheben bedient und bewahren so, auf dezente Weise, die klare Linienführung des Innenraums.
Mit fünfhundertfünfundsiebzig Litern Kofferraumvolumen, zwanzig Liter mehr als beim Verbrenner-Pendant, bietet der ID. Cross reichlich Platz für Gepäck, ergänzt um einen fünfundzwanzig Liter fassenden Frunk unter der Fronthaube.
Zurück zum Wesentlichen
Wie schon Außen- und Innendesign setzen auch Cockpit und Infotainmentsystem auf Klarheit und Intuitivität. Die Devise lautet, zu den Grundlagen zurückzukehren, und damit auch zu echten Tasten.
Die Synergien mit dem Polo zeigen sich auch im Cockpit des ID. Cross und an dessen Lenkrad, das oben und unten abgeflacht ist und mit Daumentasten bedient wird. Der Touchscreen sitzt über schmalen, horizontalen Luftdüsen und einer Reihe physischer, leicht bedienbarer Tasten für die Temperaturregelung, während ein kleiner runder Drehregler in der Mittelkonsole die Lautstärke steuert.
Ein Beispiel für die „Geheimzutat“ der Volkswagen-Formensprache liefert das „Retro“-Thema, das sich auf dem Display aktivieren lässt. Nostalgisch veranlagte Fahrer erhalten damit einen klassisch anmutenden Tacho samt Anzeige für Leistungsabgabe oder Energieverbrauch.
Technical data
ID. Cross
ID.3 GTI, sportlich und dynamisch
Auch der elektrische ID.3 GTI bereichert die Volkswagen-Familie. Der dynamische Fließheckwagen, Mitte September vorgestellt, übernimmt viele Elemente der „Pure Positive“-Formensprache vom ID. Cross, das „lächelnde“ Scheinwerferdesign, die Schlichtheit im Cockpit, die physischen Tasten, tritt dabei aber deutlich sportlicher auf.
Flach, kompakt und windschlüpfig gezeichnet, setzt sich der ID.3 GTI durch sein kräftiges Tornado Red ab, dazu rote „GTI“-Schriftzüge in der Radmitte, ein rot-weißes Karomuster auf den Sitzen sowie nach hinten geneigte, diagonale rote Ziernähte an den Türinnenseiten, die einen Eindruck von Tempo und Vortrieb vermitteln. Zahlreiche kleine, eingeprägte Details im Innenraum warten darauf, entdeckt zu werden, ohne dabei je den sportlichen Charakter des Fahrzeugs zu verleugnen.
ID.3 GTI
Akkukapazität (kWh): 79
Leistung (kW): 240
Maximale DC-Ladeleistung (kW): 183
Reichweite (km): bis zu 601
Höchstgeschwindigkeit (km/h): 200
0–100 km/h (Sekunden): 5,6
Länge / Breite / Höhe / Radstand (mm): 4290 / 1809 / 1560 / 2764
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