Skoda Peaq: Am Namen soll es nicht liegen
Gleichzeitig mit dem Epiq stellte Skoda der Presse auch den Peaq vor, ein Premium-SUV mit komischem Namen, grossem Raumangebot und entsprechend grosser Batterie für die lange Fahrt bei souveränem Fahrverhalten.
Q mit Premium-Anspruch
Kurze Anmerkung zum Namen. Da alle jüngsten Modelle bei Skoda mit einem „Q“ enden, musste das „K“ vom Peak (bedeutet „Gipfel“) nun ebenfalls dem Q weichen. Man wird sich dran gewöhnen, auch an das SUV selbst, das mit 4,87 Meter Länge den Kodiaq noch um 11 cm übertrumpft. Es bietet Platz für bis zu sieben Personen, die während der Fahrt durch ein riesiges Panoramadach Himmel und Umwelt bewundern können. Das Kofferraumvolumen beträgt 935 Liter bei nur zwei Sitzreihen, werden die beiden Sitze der dritten Reihe benutzt, muss man beim Gepäck schon einige Kompromisse eingehen. Dafür hat der Peaq die breitesten hinteren Türen seines Segments, das soll den Zugang zur dritten Sitzreihe erleichtern, aber da werden sich nur Kinder und Kleingewachsene auf längerer Fahrt wohlfühlen.
Modern Solid
Wie beim Epiq drückt sich die Designsprache „Modern Solid“ in klaren und sachlichen Linien aus. Auch der Peaq zeigt vorne und hinten die T-förmige Lichtsignatur, in der Topausstattung gibt es LED-Matrix-Scheinwerfer. Ein Blick in den Innenraum zeigt, dass wir es hier mit Premium-Anspruch zu tun haben. Hochwertige Materialien, tadellose Verarbeitung , hier fehlt es an nichts, von der Drei-Zonen-Klimaautomatik und beheizbarem Lenkrad bis zu bequemen Sitzen für schmerzfreies Ankommen nach langer Fahrt (AGR, Aktion gesunder Rücken). In der Topausstattung bieten die vorderen Sitze sogar eine Massagefunktion und Beinauflagen.
Funktionalität gegen Optik
Im Blickfeld des Fahrers ein digitales Display für die wichtigsten Anzeigen und dann, wie immer bei heutigen Fahrzeugen, ein Infotainment-Bildschirm in der Mitte, der jeden Anflug eines gutgemeinten optisch harmonischen Designs eines Armaturenbretts mit einem nüchternen, wenn auch farbigen Rechteck-Bildschirm, brutal zerstört. Ansonsten ist an diesem luxuriösen Interieur und noch weniger an der Funktionalität des Info-Displays irgend etwas auszusetzen. Man findet immerhin Drehschalter für Heizung und Klimaautomatik sowie zwei Ladeflächen für Handys in der Mittelkonsole. Wichtig für ein SUV dieser Grössenordnung sind Parksensoren vorne und hinten sowie eine Rückfahrtkamera.
Von 150 bis 220 kW
Der auf der MEB+ Plattform basierende Peaq kommt in drei Versionen. Den Einstieg macht der Peaq 60 mit 150 kW/204 PS Leistung und einer Batterie mit 63 kWh, die ein Reichweite von um die 460 km ermöglichen soll. Darüber liegt der Peaq 90, mit einer Leistung von 210 kW/286 PS aus einer Batterie von 91 kWh Gehalt, ebenfalls eine Premiere im Skoda Programm. Die Reichweite soll über 600 km betragen. Beide Modelle Peaq 60 und Peaq 90 werden übrigens über die Hinterräder angetrieben. Das Top-Modell im Programm ist der Peaq 90X, ein Allradler, der 220 kW/299 PS leistet und ebenfalls vom 91 kWh Akku gespeist wird und eine Autonomie von über 600 km haben soll. Peaq 60 und Peaq 90 laufen 160 km/h Spitze, der Peaq 90X erreicht 180 km/h, für zeitgemässes und wirtschaftlich vertretbares Fahren ist das mehr als genug. Der Verbrauch wird, je nach Variante, zwischen 15,0 – 18,5 kWh/100 km angegeben. Eigentlich sehr vernünftig angesichts der Leistungsfähigkeit und des Gewichts der einzelnen Modelle, das beim Basis-Modell 2125 kg ausmacht.
Alle Varianten verfügen über eine Wärmepumpe und ein 400-Volt-System, das eine DC-Schnelladung von 10 auf 80% in weniger als einer halben Stunde ermöglicht. Unter der Fronthaube in dem 37 Liter fassendes Frunk (Front trunk) ist ein Ladekabel für 11 kW- AC-Strom.
Eine erste Fahrt im Peaq 90 führte vom Flughafen München hinunter bis in die Tiroler Alpen in Österreich. Nach der obligaten Autobahnfahrt ging es auf kurvenreiche Landstrassen über Berg und Tal, der Peaq fuhr und lenkte sich souverän und entspannt, an forschtes Tempo war nicht zu denken, denn entlang der Seen in Bayern herrschte Hochbetrieb , die Radaranlagen präsentierten sich in bester Form und nahmen jedem Anflug von Übermut sofort den Wind aus der Hose, der ledernen. Aber allein die Bergauffahrten waren ein Genuss, ein kurzer Tritt auf das Fahrpedal und schon flog man wie von Geisterhand bewegt, an Freund und Feind vorbei. Der Peaq zeigte sich komfortabel und weich bei Kurvenfahrten, vielleicht etwas zu nachgiebig, gewann aber im Sport-Modus an Härte und Festigkeit. Für Autobahn und gemütliche Landstrasse reicht der Komfort-Modus allemal. Skoda bietet mit dem Peaq ein anspruchsvolles Luxus-SUV, das in puncto Raumangebot, Komfort, Leistung und Reichweite bei angenehmem Fahrverhalten viele Glanzpunkte setzt. Das hat natürlich seinen Preis. Hier ist man schnell über der 50.000.- Euro Grenze.
Technische Daten
Skoda Peaq 90
Points forts
- Modernes Design
- Hochwertige Ausstattung
- Fahrverhalten und Lenkung
- Autonomie
Points faibles
- Nutzwert eines SUV mit 7 Sitzplätzen
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