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Der Traum begann, ohne dass er es wusste, auf der International Motor Show im vergangenen November. Unter mehreren Teilnehmern nahm an diesem Tag auch Lenny Kieffer am Simulator Platz. Er ahnte nicht, was ihn erwarten würde.

Lenny Kieffer ist ein lebensfroher 16-jähriger Teenager. Zu seinem Sieg beim Volant Elf trugen nicht nur Ausdauer, harte Arbeit und sein Fahrkönnen bei, sondern auch seine persönlichen Stärken wie sein ansteckendes Lachen und sein leicht spöttischer Humor. Der Sieg brachte ihm einen Platz im „Schumacher GP Racing Team” ein. ACL Sport traf sich mit ihm zu einem Exklusivinterview in der neuen Brasserie der Kartbahn in Monnerich, „The Paddock”.

Du hast im Alter von zwölf Jahren mit dem Kartfahren begonnen. Vor Kurzem bist du in der GT4 gestartet und hast dich auf Anhieb brillant geschlagen. Und jetzt bist du Sieger bei „The Grid“, einem Wettbewerb, der dich vom eSport in die Realität bringt. Erzähl uns, wie es dazu kam.

Lenny Kieffer

Alles begann bei der International Motor Show, wo ich mich in den Top 3 der schnellsten Fahrer platzierte. Diese Top 3 wurden dann nach Paris eingeladen, wo sich die hundert besten Fahrer aus verschiedenen Qualifikationen trafen. Am Ende dieser Runde gehörte ich zu den Top 8. Somit qualifizierte ich mich für das Finale. Es ging nach Lyon auf den Circuit du Laquais zu einem dreitägigen Bootcamp, wo wir eine Reihe von Tests absolvierten, von Fitness über das Fahren auf der Rennstrecke mit einem Alpine A110S bis hin zu Sprachtests. Am Ende dieser drei Tage wählte der Veranstalter den Gewinner aus.

Der Preis ist eine komplette Saison in der Alpine Cup Series. Angesichts der Kosten im Motorsport und der Schwierigkeit, diese zu finanzieren: Wie schätzt du diese Gelegenheit ein?

Lenny Kieffer

Das ist eine einmalige Chance. Ich habe hart gearbeitet, um so weit zu kommen, und das hat sich ausgezahlt. Darauf bin ich sehr stolz. Auch meine Eltern freuen sich sehr, was mich umso glücklicher macht.

Der Motorsport liegt in eurer Familie. Dein Vater, Tom Kieffer, war GT4-Meister in Deutschland. War dies ein Sieg für die gesamte Familie?

Lenny Kieffer

Ja, das ist natürlich fantastisch! Eine kleine Anekdote: Wir wurden am Vortag informiert, dass wir nach Lyon fahren sollten. Mein Vater hat keine Sekunde gezögert, und wir haben uns auf den Weg gemacht. Das hätte nicht jeder getan. Ich schätze mich glücklich, Eltern zu haben, die mich voll und ganz unterstützen.

Ich habe gehört, dass ihr eigentlich ein Duo bilden und diese Saison zusammen fahren wolltet. Verschiebt ihr dieses Vorhaben nun auf später?

Lenny Kieffer

Ja, genau. Die Priorität liegt nun auf der Alpine Cup Series, an der ich mit dem Rennstall teilnehmen werde. Ich stehe unter Vertrag, sodass es mir nicht erlaubt ist, in jeder Art von Auto zu fahren. Aber es wird sicherlich später noch andere Gelegenheiten geben.

Was sind die nächsten Schritte? Hast du dir Ziele gesetzt?

Lenny Kieffer

Der Teamchef Côme Ledogar hat mir klar gemacht, dass ich Sport machen muss (lacht)! Vor Beginn der Meisterschaft sind Trainingseinheiten am Simulator, aber auch am Steuer des Rennwagens geplant. Wir wollen den Titel in der Alpine Cup Series. Danach schauen wir, welche Möglichkeiten sich ergeben.

Die Saison von Lenny Kieffer besteht aus fünf Läufen, von denen jeder zwei 60-minütige Rennen umfasst. Die Saison beginnt Anfang April in Nogaro mit dem berühmten Oster-Cup, bevor es weiter nach Dijon, Magny-Cours und auf den Circuit Paul Ricard geht. Lenny wird vom 19. bis 21. Juni auch in unserer Nähe zu Gast sein, in Spa-Francorchamps, wo der dritte Lauf der Meisterschaft stattfindet. Zu den Neuheiten in dieser Saison gehört, dass die Alpine Cup Series gleichzeitig mit der französischen GT4-Meisterschaft auf die Rennstrecke geht, was spannende Rennen verspricht.

Das komplette aufgezeichnete Gespräch, insbesondere auch mit Formel-1-Pilot Esteban Ocon, ist auf unserem YouTube-Kanal zu sehen.