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Zur Veranschaulichung seiner Ausmasse im Vergleich zu anderen Elektrikern des Hauses hatte Skoda ihn in eine Reihe mit Elroq, Enyaq und Peaq gestellt. Der Epic, nunmehr Kleinster der E-Familie ist mit 4,17 m leicht kürzer als der Elroq, dafür haben Ingenieure und Designer Grosses an ihm geleistet. Auf den Peaq, grösstes bisher von Skoda gebautes Auto mit irritierendem Namen, werden wir übrigens auch auf diesen Seiten zurückkommen.

Neues Gesicht für die Skoda E-Flotte

„Modern solid“ heisst die neue Designsprache für E-Modelle, erstes optisches Merkmal sind die T-förmigen Lichteinheiten vorne und hinten, ansonsten basiert der Epic auf der Konzern E-Plattform MEB+, wird erstmals für einen E-Skoda über die Vorderräder angetrieben und bietet reichlich Platz für vier Erwachsene, gute Ausstattung in bester Verarbeitung und ansprechende Fahrleistungen bei günstigen Verbrauchswerten. Der Regenschirm in der Seitentür darf natürlich nicht fehlen, daneben zeigt sich Skoda weiterhin sehr erfinderisch in der Tradition des Hauses. Im Innenraum kommt Techtona-Bezug, eine Art Leder-Ersatz, am Armaturenbrett und in den Türen zum Einsatz, die vorderen LED Matrix Lichteinheiten können sich vier unterschiedlichen Fahrverhältnissen anpassen, nämlich Fahrt in der Stadt, auf der Landstrasse, auf der Autobahn oder bei schlechten Sichtverhältnissen.

Dazu hat man den Funktionsaufwand beim  Android-basierten Infotainment erweitert, der Bildschirm misst 13 Zoll. Hier  die Details aller Funktionen zu Sicherheit, Fahrkomfort und dem Erregungspotenzial für leicht reizbare Fahrer aufzuzählen, würde jedem Digital-Freak zur Urlaubslektüre gereichen. Immerhin, wichtige Funktionen wie Heizung, Gebläse und Klimaanlage werden über Schalter betätigt, das spart Zeit und Nerven.

Zu den Assistenzsystemen gehören  serienmäßig Front und Side Assist.  Verkehrszeichenerkennung darf hier natürlich nicht fehlen, in Kombination mit Abstandsregler führt dies eventuell zu Bremsmanövern, die weniger aufmerksame Fahrer sanft zur Ordnung rufen, und nebenbei  der Energie-Rückgewinnung dienen. Neben D kann man auch den B-Modus einlegen und im One-pedal-Modus fahren, was ebenfalls im Stadtverkehr  Bremsmanöver erspart und der Rekuperation dient. Über sieben Airbags verliert man keine Worte, am besten ist, wenn man niemals feststellen muss, dass es sie auch gibt.  Die Sitzbezüge sind aus recyceltem Polyesterfiber, insgesamt bietet Skoda Fahrer und Insassen ein übersichtlich und hochwertiges Interieur, das über die Standards in diesem Segment hinausgeht.  Das Gepäckabteil beträgt 475 Liter und kann durch Umklappen der Rücksitzlehne auf 1344 Liter vergrößert werden.

Zwei Batterien, drei Antriebsvarianten

Der Epiq erhält drei Antriebsvarianten, mit jeweils  85 kW (115 PS) im Epic 35 , mit 99 kW (135 PS) im Epic 40 und  155 kW (211 PS) im Top-Modell Epic 55. Die Autonomie wird vom Werk mit 310 km angegeben bei Epic 35 und Epic 40, die über eine Batterie mit 37 kWh Nettogehalt verfügen und diese zwei Modelle eher für den Tagesgebrauch denn als vorteilhafte Reisewagen positionieren. Der  Epiq 55, mit einer Batterie von 52 kWh Nettogehalt, soll eine Reichweite von 440 km haben. Er kann mit maximal 105 kW an einer DC-Säule von 10-80% innerhalb von 24 Minuten laden. Die beiden 85 und 99 kW starken Versionen laufen maximal 150 km/h. Der Epiq 55 ist maximal 160 km/h schnell.

Vernünftig im Verbrauch

Die Testfahrt erfolgte mit dem Epic 55 auf kurvenreichen Bergstrassen der Tyroler Alpen. Der ideale Tummelplatz für Autos dieser Gattung, die bergauf mit ihrem Antritt jeden Benziner überraschen und bergab einen Teil ihres Energieaufwands wieder rekuperieren, wenn auch nur einen kleinen Teil. Antritt und Durchzugsvermögen sind bekannte Stärken eines Elektrikers, der Epic zeigte sich zudem sehr wendig und handlich,  im Sport-Modus vorteilhaft bodenständig und etwas härter im Nehmen, dazu kommt eine Lenkung die weich aber präzise arbeitet.  Der Epic 55 im Sport-Modus kann einen allerdings schon überfordern, wenn man es mit der Dosierung des Fahrpedals nicht zu genau nimmt.  Aber den Spassfaktor wird man sich noch gönnen dürfen. Zurück zum Flughafen München war Autobahn angesagt. Bei Tempo bis 140 halten sich sogar die Windgeräusche auf erträglichem Niveau. Und das gilt auch für den Verbrauch, der sich nach intensiver Fahrt bei knapp unter 14 kWh/100 km einpendelte. Mit einem Nettogehalt von 52 kW sind bei normalem Tempo durchaus über 400 km drin.

Technische Daten

Epic 55

Länge- Breite – Höhe
4171 mm / 1798 mm/ 1581 mm
Gewicht
1618 kg
Kofferraum
475 Liter / 1344 Liter (umgeklappte Rüchbank)
Leistung
155 kW /211 PS
Batterie (Nettogehalt)
52 kWh
Max. Geschwindigkeit
160 km/h
0 -100 km/h
7,1 s
Verbrauch (WLTP, Werk)
13,7 kWh/100 km

Points forts

  • Geräumiger Innenraum
  • Hohe Verarbeitungs-Qualität
  • Fahrkomfort und Handlichkeit
  • Mässiger Verbrauch
  • Erkennungsmerkmal neue Lichtsignatur

Points faibles

  • Beschränkte DC-Schnell-Ladezeit
  • Digitalisierung am Limit der Überforderung