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Privatleasing wird bei Autofahrern immer beliebter. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie sich vorab mit einigen wichtigen Punkten vertraut machen.

Bei operativem Leasing handelt es sich um einen „All-inclusive”-Mietvertrag. Er ist Personen mit Wohnsitz in Luxemburg vorbehalten und ermöglicht die Nutzung eines Autos für einen im Voraus festgelegten Zeitraum in einem bestimmten Umfang an gefahrenen Kilometern. Je nach Vertrag können Versicherung, Wartung, Reifenwechsel und manchmal auch die Pannenhilfe enthalten sein. Leasing wird entweder von einem spezialisierten Leasinggeber, vom Hersteller oder vom Händler angeboten. Das Auto bleibt Eigentum des Leasinggebers. Der Autofahrer haftet für Verkehrsverstöße und muss für Bußgelder aufkommen. Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten.

„All inclusive“: Achten Sie auf die Details

„All-inclusive”-Slogans klingen verlockend, aber es ist wichtig zu prüfen, was tatsächlich im Angebot enthalten ist. Bestimmte Leistungen können ausgeschlossen oder zusätzlich in Rechnung gestellt werden. Zum Beispiel:

  • Sind Winter- und Sommerreifen inbegriffen?
  • Was deckt die enthaltene Versicherung ab? Gibt es einen Fahrerschutz? Eine Deckung bei Diebstahl von persönlichen Gegenständen aus dem Fahrzeug? Eine Selbstbeteiligung?

Laufzeit und Kilometerleistung: zwei entscheidende Faktoren

Die Höhe der monatliche Rate hängt hauptsächlich ab von:

  • der Vertragslaufzeit (oft zwischen zwei und fünf Jahren)
  • der jährlichen Kilometerleistung (in der Regel zwischen 10.000 und 25.000 Kilometern)

Je höher diese Werte sind, desto höher ist die monatliche Leasingrate. Viele Anbieter stellen auf ihren Websites Online-Simulatoren zur Kostenschätzung zur Verfügung.

Prüfen Sie unbedingt:

  1. Überschreitung der Kilometerleistung: Jeder zusätzliche Kilometer wird in Rechnung gestellt, z. B. 0,20 Euro pro Kilometer. Eine Überschreitung um 1.000 Kilometer würde in diesem Fall 200 Euro kosten. Einige Leasinggeber erstatten nicht genutzte Kilometer, dies muss jedoch im Vertrag angegeben sein. Tipp: Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie eine etwas geringere Kilometerleistung. Die Kosten für zusätzliche Kilometer sind oft moderat.
  2. Vorzeitige Kündigung: Lesen Sie die Klauseln zur Verlängerung oder vorzeitigen Rückgabe gründlich. Es können Gebühren anfallen, doch ziehen einige Leasinggeber die Versicherungsprämie für nicht genutzte Monate ab.

Vorzeitige Rückgabe: Achten Sie auf die Berechnung der Kilometer

Die Rückgabe des Fahrzeugs vor Vertragsende kann teuer werden. Deshalb sollten Sie sich über die Methode zur Berechnung der Kilometerzahl informieren. Beispiel:

  • Vertrag: 24 Monate, 10.000 Kilometer pro Jahr (insgesamt 20.000 Kilometer)
  • Rückgabe: zwei Monate vor Vertragsende mit 21.000 Kilometern
  • Tarif: 0,20 Euro pro zusätzlich gefahrenem Kilometer
  • Sie gehen davon aus, dass Sie 200 Euro bezahlen müssen, also 1.000 zusätzliche Kilometer x 0,20 Euro? Nicht unbedingt.

    Wenn der Leasinggeber anteilig berechnet, liegt die Obergrenze für 22 Monate bei 18.333 Kilometern. Ergebnis: eine Überschreitung von 2.667 Kilometern, was Zusatzkosten von 533 Euro entspricht.

    Die Anzahlung ist nicht zu vernachlässigen

    Die Leasingraten sind manchmal sehr attraktiv, mit Preisen ab 150 Euro pro Monat. Bei Ihrer Berechnung müssen Sie jedoch auch die eventuelle Anzahlung berücksichtigen, die zu Beginn zu leisten ist und oft zwischen 2.000 und 5.000 Euro liegt. Darüber hinaus kann der Leasinggeber die Zahlung von zwei bis drei Leasingraten als Kaution verlangen (die am Ende des Vertrags zurückerstattet wird). Wir empfehlen Ihnen, die Gesamtkosten sorgfältig zu kalkulieren, bevor Sie den Vertrag unterschreiben.

    Schäden und Rückgabe sind heikle Punkte

    Bei der Rückgabe wird ein Zustandsprotokoll erstellt. Kratzer, beschädigte Felgen, fleckige Sitze: Jeder Schaden kann in Rechnung gestellt werden, manchmal zu hohen Kosten, da der Leasinggeber das Fahrzeug wieder instand setzen muss, um es erneut im Leasing anzubieten oder zu verkaufen.

    Unser Tipp: Fragen Sie, ob der Anbieter eine Bewertungsskala anwendet (z. B. die Renta-Norm). Diese Norm definiert akzeptable Schäden (z. B. Kratzer < 8,5 Zentimeter oder Beulen < 25 Millimeter ohne Lackschäden). Bei größeren Schäden ist es manchmal besser, sie vor der Rückgabe auf eigene Kosten reparieren zu lassen.

    Kann ich das Auto zum Vertragsende kaufen?

    Das hängt vom ursprünglichen Vertrag ab. In der Praxis akzeptieren viele Leasinggeber den Kauf, auch wenn diese Option ursprünglich nicht vorgesehen war. Es kostet nichts, im Nachhinein ein eventuelles Kaufangebot einzuholen. Sie können dann selbst entscheiden, ob das Angebot interessant ist.

    Nehmen Sie sich Zeit!

    Ein Auto ist eine emotionale Angelegenheit. Nehmen Sie sich wie bei einem Kauf die Zeit, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sorgfältig zu lesen und alle Ihre Fragen zu stellen, bevor Sie unterschreiben. Es gibt keine „dummen” Fragen, wenn es um eine finanzielle Verpflichtung geht. Sprechen Sie mit Ihrem Umfeld und Ihren Angehörigen darüber. Und vor allem: Schätzen Sie Ihre finanziellen Möglichkeiten realistisch ein.

    Welchen Stellenwert hat Privatleasing in Luxemburg?

    Laut dem House of Automobile, das eine Umfrage unter mehr als 13.000 Teilnehmern durchgeführt hat, sind reine Elektroautos (BEV) besonders häufig im Privatleasing vertreten. So haben 44,4 Prozent der Befragten, die ein reines Elektroauto fahren, ihr Fahrzeug geleast. An zweiter Stelle steht das Firmenleasing mit 27,4 Prozent.

    Im Vergleich dazu gaben nur 3,9 Prozent der Befragten an, einen Plug-in-Hybrid (PHEV) privat zu leasen, 6,4 Prozent einen einfachen Hybrid. Insgesamt bedeutet dies: Beim Privat- und Firmenleasing sind Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb besonders stark repräsentiert.

    Den Umfrageergebnissen zufolge sind die Beweggründe für den Umstieg auf diese Antriebsarten nicht in erster Linie finanzieller Natur: An erster Stelle steht der Umweltschutz, gefolgt vom Fahrspaß. Während der Preis eine untergeordnete Rolle spielt, sorgen Bedenken hinsichtlich der Reichweite weiterhin für Diskussionen. Wer sich einmal für ein reines E-Auto entschieden hat, bleibt ihm treu: Fast niemand möchte zum Verbrennungsmotor zurückkehren. Konkret geben 94,8 Prozent der Befragten, die ein Elektrofahrzeug geleast haben, an, dass sie auch beim nächsten Fahrzeug bei dieser Technologie bleiben wollen.

    Die Studie zeigt zudem, dass Privatleasing auch langfristig interessant ist. So möchten 44,8 Prozent der Personen, die ein Auto als Verbraucher leasen, dies auch bei ihrem nächsten Fahrzeug so handhaben. 9,2 Prozent haben dies nicht vor, 46 Prozent sind noch unentschlossen.