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Der KIA Stonic tritt seit seiner Markteinführung als erschwingliches und stimmiges Auto auf. Jetzt wurde er leicht überarbeitet.

Der südkoreanische Hersteller verzichtet beim neuen Stonic auf grundlegende Änderungen und optimiert, was sich bereits bewährt hat. Das Modell tritt gegen eine harte Konkurrenz an. Im Segment der kompakten Crossover achten Kunden nicht nur auf das Design, sondern auch auf die eingesetzten Technologien sowie die Kosten für den Unterhalt. In diesem Umfeld erscheint die Variante GT Line 1.0 T-GDi mit 100 PS interessant: Sie tritt mit einem Schaltgetriebe und einem Verbrennungsmotor an, verzichtet aber auf einen Hybridantrieb.

Gezielt modernisiert

Das Facelift des KIA Stonic umfasst kleinere stilistische Anpassungen. Die Abmessungen bleiben unverändert (4,165 Meter Länge, 1,760 Meter Breite, 1,520 Meter Höhe). Mit rund 1.205 Kilogramm ist das Gewicht weiterhin im Rahmen, wodurch die Effizienz gewahrt bleibt. Die wichtigste Änderung betrifft die Frontpartie mit der sogenannten „Star Map“- Lichtsignatur. Die schmalen und lang gestreckten Scheinwerfer sorgen für ein modernes Gesamtbild. Der „Tiger Nose“-Kühlergrill wurde dezent überarbeitet und ist nun besser in den Stoßfänger integriert, der insgesamt stärker konturiert wirkt. Horizontale Linien verstärken die optische Breite. In der Seitenansicht sind nur minimale Änderungen erkennbar, sodass die Silhouette weiterhin ausgewogen bleibt. Die Ausstattungslinie GT Line zeichnet sich durch 17-Zoll-Felgen und kontrastierende Einsätze aus, was die Dynamik betont. Die Karosserieschutzleisten und die erhöhte Bodenfreiheit entsprechen dem Auftritt eines urbanen Crossovers. Am Heck verleihen die neu gestalteten Leuchten dem Fahrzeug ein moderneres Äußeres. Auch hier wurde der Stoßfänger leicht überarbeitet, wodurch das Auto robuster wirkt.

Im Innenraum technologisch fortgeschritten

Die auffälligste Weiterentwicklung des KIA Stonic findet sich im Innenraum, der sich deutlich moderner präsentiert als sein Vorgänger. Im Mittelpunkt steht das 12,3 Zoll große Dual Display: eine Seite für die Instrumente, die andere für Infotainment. Die Anzeige ist klar gestaltet, die Funktionen sind intuitiv zu bedienen. Die Instrumente lassen sich individuell einstellen, die wichtigsten Informationen sind hervorgehoben. Das Multimediasystem ist kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto (kabelgebunden). Die Klimaanlage wird über Drehknöpfe und Tasten eingestellt, was die Bedienung erleichtert und Ablenkung beim Fahren reduziert. In der Ausstattung GT Line sind die Sitze mit zweifarbigem Stoff bzw. Leder bezogen. Sie sind ebenso wie das Lenkrad beheizbar. Das Interieur wirkt gepflegt, aber nicht luxuriös. Das Raumangebot ist ebenfalls ausreichend, sowohl vorne als auch hinten, wo zwei Erwachsene Platz finden. Der Kofferraum bewegt sich mit 332 Litern Volumen im Durchschnitt und reicht im Alltag aus.

Motor gut geeignet für den Stadtverkehr

Die GT Line verfügt über einen 1.0-T-GDi-Motor, einen turboaufgeladenen Dreizylinder-Benziner mit 998 cm³ Hubraum und 100 PS. Der im Konzern vielfach eingesetzte Motor gilt als zuverlässig und bewährt. Er ist kompakt gebaut, doch trägt der Turbolader dazu bei, dass der Motor trotz des geringen Hubraums effizient arbeitet. Die Direkteinspritzung verbessert die Effizienz der Verbrennung. Der Turbolader spielt eine zentrale Rolle in der Funktionsweise dieses Motors. Er ermöglicht es, die in die Zylinder eingelassene Luftmenge zu erhöhen und somit die spezifische Leistung zu verbessern. Das maximale Drehmoment steht zwischen 1.500 und 3.500 U/min zur Verfügung, was dem Motor eine gute Elastizität bei niedrigen Drehzahlen verleiht. Dies ist ideal für den Stadtverkehr, wo das Auto beim Anfahren und Wiederbeschleunigen schnell reagieren sollte. Dem Motor gelingt der Kompromiss zwischen Leistung und Verbrauch. Turbolader und Einspritzung sind so abgestimmt, dass Energieverluste begrenzt werden und der Motor zugleich schnell anspricht. Mit 100 PS steht beim Stonic das sportliche Fahren nicht im Vordergrund. Er ist für die Nutzung im Alltag konzipiert. Er beschleunigt ausreichend stark, um sich in den Verkehr einzufädeln oder sicher zu überholen. Der kombinierte Verbrauch nach WLTP liegt zwischen 5,8 und 5,9 l/100 km. Die CO₂-Emissionen variieren zwischen 130 und 133 g/km. Auch wenn diese Werte für einen kleinen Motor hoch erscheinen, liegen sie für einen Benzinmotor im Durchschnitt. Das Schaltgetriebe ermöglicht eine präzise Kontrolle der Motordrehzahl. Diese Konfiguration spricht Kunden an, die eine einfache, zuverlässige und erschwingliche Lösung suchen. Die Gänge sind gut abgestuft. Das Auto lässt sich geschmeidig fahren und der Verbrauch bleibt im Rahmen. Zwar wird das Automatikgetriebe immer verbreiteter, doch zeigt sich hier, dass das Schaltgetriebe noch immer Vorteile bietet im Hinblick auf die Kosten und die technische Einfachheit.

Komfortables Fahrgefühl

Am Steuer setzt der KIA Stonic in erster Linie auf Fahrkomfort. Die leichtgängige Lenkung ist leichtgängig, was das Fahren in der Stadt erleichtert. Der geringe Wendekreis trägt ebenfalls zur Agilität bei. Die kompakten Abmessungen des Fahrzeugs sind ein wesentlicher Vorteil im Stadtverkehr und beim Parken. Der Fahrer profitiert von einer guten Rundumsicht, auch dank der erhöhten Sitzposition. Das Auto beschleunigt gut, insbesondere dank des bei niedrigen Drehzahlen verfügbaren Drehmoments. Sportliche Höchstleistungen sind allerdings nicht zu erwarten. Der Stonic setzt eher auf geschmeidiges Fahren und progressive Leistung. Bei hohen Drehzahlen wird der Dreizylinder etwas lauter, aber in noch akzeptablem Maß. Die Federungsabstimmung ist auf Komfort ausgelegt. Das Auto gleicht Fahrbahnunebenheiten vor allem in der Stadt gut aus. Auf der Landstraße ist das Fahrverhalten ausgewogen und berechenbar. Der Stonic ist mit den wichtigsten Fahrerassistenzsystemen wie Tempomat, Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung ausgestattet. Sie funktionieren insgesamt gut und wirken nicht aufdringlich.

Auch als Mildhybrid erhältlich

Mit seiner neuen Version versucht KIA nicht, das Segment zu revolutionieren, sondern will Kunden ein ausgewogenes Auto bieten, das sich an die alltäglichen Bedürfnisse anpasst. Das aufgefrischte Design, der technologisch aufgewertete Innenraum und die bewährte Motorisierung machen ihn zu einer interessanten Option für Kunden, die ein vielseitiges und erschwingliches Fahrzeug suchen. Die Variante GT Line bietet etwas mehr Dynamik. Der 1.0-T-GDi-Motor mit 100 PS erweist sich in Verbindung mit einem Schaltgetriebe als eine einfache und effiziente Lösung. Mit einem Preis ab 24.164 Euro ist der Stonic konkurrenzfähig. Erhältlich ist er auch mit Mild-Hybrid und Automatikgetriebe. So dürfte er unterschiedliche Nutzerprofile ansprechen.

Pro

  • einfach
  • Bedienung nicht nur über Touchscreen
  • Schaltgetriebe

Contra

  • keine automatischen Fensterheber hinten
  • Verwendung von Hartplastik
  • kein kabelloses Apple CarPlay

Technische Daten

  • Leistung (PS / kW): 100 / 74
  • Drehmoment (Nm): 172
  • Tankvolumen (l): 45
  • Verbrauch (l/100 km, nach WLTP): 5,6–6,1
  • CO₂-Emissionen (g CO₂/km, nach WLTP): 126–137
  • Beschleunigung (0–100 km/h in Sek.): 12,1
  • Vmax (km/h): 179
  • Gewicht (kg): 1.205
  • Einstiegspreis (€): ab 24.164