Zum ersten Mal seit ihrer Gründung erneuert DS Automobiles ein Modell. Der N°7 folgt auf den DS 7, den Bestseller der Marke. Er setzt auf Komfort, Ruhe und eine angegebene Reichweite von 739 Kilometern.
Seit ihrer Gründung 2014 hatte DS noch nie ein Modell ersetzt. Das ändert sich mit dem N°7. Er tritt die Nachfolge des DS 7 an, der die Hälfte der Verkäufe der Marke ausmacht. Der kompakte Premium-SUV setzt auf mehrere Antriebsarten, mit drei rein elektrischen Versionen und einem Benzin-Hybrid.
Mehr Format
Mit 4,66 Meter Länge wächst der N°7 gegenüber seinem Vorgänger um sieben Zentimeter. Fünf davon entfallen auf den Radstand, was dem Platzangebot zugutekommt. Vorne wie hinten machen die V-förmigen Lichtsignaturen DS Light Blade das Auto von Weitem erkennbar. Die verlängerten hinteren Türen vergrößern die Fensterfläche um 30 Prozent und erleichtern den Einstieg. Das flach auslaufende Dach endet in einem Spoiler. Der Luftwiderstandsbeiwert (cw) von 0,26 verspricht eine gute Effizienz. Die Räder messen bis zu 21 Zoll, sechs Farben stehen zur Wahl.
Edler Innenraum
Im Innenraum setzt DS auf Raffinesse, mit Nappaleder, gebürstetem Aluminium oder Echtholz je nach Ausstattung. Der 16-Zoll-Touchscreen bleibt dezent und weit entfernt von den großen Tablets, die man anderswo findet. So bleibt der Blick eher auf der Straße. Das recht kleine Lenkrad liegt gut in der Hand. Die vielen Tasten darauf erforderten allerdings Eingewöhnung. Der Kofferraum fasst bis zu 560 Liter.
Komfortabel und präzise
Komfort und Abrollruhe überzeugten. Die Lenkung arbeitete präzise. Mit den Fahrmodi Eco, Normal, Komfort und Sport lässt sich die Leistung fein dosieren. Ein Sportler ist der N°7 nicht, er bietet aber genug Durchzug für jeden Einsatz. In den Long-Range-Versionen der Linien Étoile und La Première tastet das Fahrwerk DS Active Scan Suspension die Straße per Kamera ab und filtert Unebenheiten. Der digitale Innenspiegel ist durchdacht und sitzt nicht zu nah am Blickfeld. Man gewöhnte sich schnell daran.
Bis zu 739 Kilometer Reichweite
Elektrisch bietet der N°7 230 PS, 245 PS als Long Range und 350 PS mit Allradantrieb. Jede Version verfügt über eine Boost-Funktion, die kurzzeitig 25 bis 35 PS zusätzlich bereitstellt. Die 73,7-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 543 Kilometer. Mit 97,2 kWh schafft der Long Range bis zu 739 Kilometer nach WLTP, der Allradler 679 Kilometer. Der Normverbrauch des Long Range liegt bei 16,2 kWh/100 km. Im Test pendelte sich der Verbrauch bei rund 18 kWh/100 km ein. Am Schnelllader nimmt der N°7 maximal 160 Kilowatt auf und lädt in 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent. Die Elektromotoren stammen aus Trémery (Moselle), die Zellen der großen Batterie aus Billy-Berclau Douvrin (Pas-de-Calais). Montiert wird im italienischen Melfi. Wer nicht laden möchte, wählt den Hybrid mit 145 PS. Er kombiniert einen 1,2-Liter-Dreizylinder mit einer E-Maschine und kommt auf 5,3 l/100 km und 120 g CO₂/km.
Komfort, Ruhe an Bord und Reichweite machen den Unterschied. Weniger gelungen sind die Lenkradtasten, die Eingewöhnung erfordern, und die auf 160 Kilowatt begrenzte Ladeleistung.
Fazit
Der N°7 meistert die Aufgabe, den Bestseller der Marke abzulösen. Er ist sorgfältig verarbeitet, stimmig und hält sein Komfortversprechen. Seine Premium-Positionierung vertritt er selbstbewusst, mit einem echten Reichweitenargument. In Luxemburg startet er bei 39.548 Euro als Hybrid und bei 48.250 Euro als Elektroauto. Die Allradversion La Première beginnt bei 73.391 Euro und übersteigt mit allen Optionen 77.000 Euro.
Technische Daten
DS N°7
Points forts
- Komfort und Ruhe
- Präzise Lenkung
- Gute Reichweite
Points faibles
- Lenkradtasten erfordern Eingewöhnung
- Ladeleistung auf 160 kW begrenzt