Renault hat am 24. September den Renault 8 Gordini Concept enthüllt. Das Elektro-Coupé mit 270 PS interpretiert einen der bekanntesten Volkssportwagen der Sechzigerjahre neu. Das Einzelstück steht im Oktober auf dem Pariser Autosalon und zieht später in das künftige Renault-Museum in Flins ein.
Renault arbeitet seit einigen Jahren seine Geschichte auf. Nach dem R17-Restomod, entstanden mit dem Designer Ora Ïto, und dem Renault 5 Diamant, den Pierre Gonalons gestaltete, ist nun der Renault 8 Gordini an der Reihe. Wie seine Vorgänger ist auch er kein künftiges Serienmodell. Renault zeigt eine Designstudie, die es nur ein einziges Mal gibt.
Der Renault 8 Gordini kam 1964 auf den Markt. Sein Heckmotor leistete 95 PS und trieb die Hinterräder an. Das machte ihn schnell, verlangte vom Fahrer aber viel Gefühl. Eine ganze Generation junger Rennfahrer lernte auf der „Gorde“, wie die Franzosen ihn nennen, ihr Handwerk, darunter Jean Ragnotti. Mit der sportlichen Version einer Großserienlimousine machte Renault Leistung zudem erschwinglich, rund zehn Jahre bevor die GTI-Welle einsetzte.
Flach und breit gezeichnet
Mehr als 300 Skizzen reichten die Renault-Designer bei einem internen Wettbewerb ein. Aus zwei Entwürfen entstand schließlich der Concept. Er bleibt beim Heckantrieb, nutzt aber einen Elektromotor mit 270 PS. Aus der viertürigen Limousine wird ein zweisitziges Coupé. Es ist 4,12 Meter lang, 1,88 Meter breit und nur 1,27 Meter hoch. Vorn rollt es auf 19-Zoll-, hinten auf 20-Zoll-Rädern. Die sechs runden Scheinwerfer greifen die Anordnung der Zusatzscheinwerfer der Rallyeversion auf. Die doppelten weißen Streifen waren früher nur aufgeklebt. Heute bestimmen sie die gesamte Linienführung.
Im Innenraum ersetzen gebürstetes Aluminium und Alcantara den Kunststoff. Renault folgt damit dem Café-Racer-Stil, den die Designer schon beim Renault 5 Turbo 3E angewandt haben. Aus den Rundinstrumenten sind Digitalanzeigen geworden.
„Wenn ich von Emotionen spreche, meine ich nicht Nostalgie, sondern pure Leidenschaft fürs Auto“, sagt Renault-Designchef Alexandre Malval. Später zieht der Concept in das künftige Museum der Renault-Sammlung in Flins ein. Es soll in rund 15 Monaten öffnen. Vorher können Besucher das Einzelstück vom 12. bis 18. Oktober am Renault-Stand auf dem Pariser Autosalon besichtigen.