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347 PS kombinierte Leistung, eine 18,3-kWh-Batterie und bis zu 90 Kilometer elektrische Reichweite nach WLTP: Der SUV der chinesischen Marke Jaecoo tritt selbstbewusst gegen die europäische und japanische Konkurrenz an. Antonio da Palma Ferramacho hat ihn auf den Straßen der Region getestet.

Die Marke Jaecoo, eine Tochter des chinesischen Chery-Konzerns, ist neu in Europa und positioniert ihren Mittelklasse-SUV in einem hart umkämpften Segment. Stilistisch orientiert sich der Jaecoo 7 unverkennbar an Range Rover: kantige Silhouette, versenkbare Türgriffe und ein Heckscheibenwischer, der unter dem Dachspoiler verschwindet. Das Ergebnis überzeugt, vor allem in der schwarzen Lackierung unseres Testwagens.

Durchdachter Plug-in-Hybrid

Unter der Haube arbeitet ein 1,5-Liter-Turbobenziner, den sich die Modelle von Omoda und Jaecoo teilen. Kombiniert wird er mit einem Elektromotor und einer LFP-Batterie mit 18,3 kWh. Die kombinierte Leistung beträgt 347 PS. Sie wird ausschließlich an die Vorderräder übertragen. Eine angenehme Besonderheit für einen Plug-in-Hybrid: Der Jaecoo 7 lässt sich nicht nur mit AC, sondern auch mit DC laden.

Die elektrische Reichweite gibt der Hersteller mit 90 Kilometern nach WLTP an, im Stadtverkehr sollen bis zu 120 Kilometer möglich sein. Im Alltag schaffte Antonio da Palma Ferramacho problemlos 60 bis 70 Kilometer, je nach Temperatur und Streckenprofil. Die kombinierte Reichweite liegt bei über 1.000 Kilometern. Mit vollem Tank und voller Batterie zeigte der Bordcomputer 1.100 Kilometer an. Eine Fahrt nach Brüssel und zurück bestätigte diesen Wert. Der Verbrauch pendelte zwischen 4,5 Litern auf der Landstraße und 7 Litern pro 100 Kilometer auf der Autobahn bei Tempo 130.

Gepflegter Innenraum, üppige Ausstattung

Innen greift das Armaturenbrett mit seinen geometrischen Formen das Design der Karosserie auf. Der große vertikale Zentralbildschirm überrascht zunächst, erweist sich im Alltag aber als intuitiv. Zudem verfügt der Fahrer über ein eigenes Kombiinstrument. Die Materialqualität beeindruckt für diesen Preis: weiche Oberflächen im oberen Bereich und eine saubere Verarbeitung. Die Topversion bietet eine üppige Ausstattung mit beheizbaren und belüfteten Sitzen, Head-up-Display, beheizbarer Frontscheibe, adaptivem Tempomat und Panorama-Schiebedach.

Im Fond geht es großzügig zu: durchgehender Boden, angenehm niedrige Sitzposition, allerdings ohne verstellbare Rückbank. Der Kofferraum fasst 500 Liter und bietet Staufächer für die Ladekabel.

Auf der Straße ausgewogen und sparsam

Am Steuer überzeugt der Jaecoo 7 durch seine Geschmeidigkeit. Der Eco-Modus reicht im Alltag völlig aus. Das Fahrzeug fährt meist elektrisch, der Verbrenner schaltet sich nur bei starker Beschleunigung zu. Das Fahrverhalten ist ausgewogen und berechenbar, was der günstigen Gewichtsverteilung zu verdanken ist. Einziger echter Kritikpunkt ist die Lenkung. Sie ist präzise, aber gibt wenig Rückmeldung – eine Schwäche, die sich der Jaecoo 7 mit den anderen Modellen des Konzerns teilt.

Mit einem Preis von unter 40.000 Euro in der Topversion und rund 36.000 Euro in der Basisausstattung bietet der Jaecoo 7 SHS-P ein kaum zu schlagendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Von allen bisher getesteten Omoda- und Jaecoo-Modellen ist er der stimmigste, findet Antonio da Palma Ferramacho.