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Zum ersten Mal in der 63-jährigen Geschichte des europäischen Preises Car of the Year fahren alle sieben Finalisten elektrisch. Der Nachfolger des Mercedes-Benz CLA wird am 8. Januar auf dem Brüsseler Autosalon gekürt.

Die Jury des Car of the Year hat am 30. Oktober ihre Finalauswahl für 2027 vorgestellt. Sieben Modelle sind noch im Rennen um die Nachfolge des Mercedes-Benz CLA, der im vergangenen Jahr gewann. Und erstmals hat keines von ihnen einen Verbrennungsmotor an Bord.
Das gab es seit der Gründung des Preises im Jahr 1964 noch nie. Die Organisatoren sehen darin ein Zeichen dafür, dass sich der europäische Markt schnell elektrifiziert. Verstärkt werde dieser Trend ihrer Ansicht nach durch die Kraftstoffkrise infolge des Iran-Kriegs.

Sieben Finalisten, überwiegend Kompakte

Die Auswahl setzt vor allem auf kompakte und erschwingliche Modelle. Fünf Klein- und Kompaktwagen treten gegen zwei Mittelklasse-SUV von BMW und Volvo an. Die Finalisten in alphabetischer Reihenfolge:

BMW iX3
Das Mittelklasse-SUV ist das erste Modell der „Neuen Klasse“, der neuen Elektroauto-Generation von BMW, und führt eine 800-Volt-Architektur ein. Gebaut wird es im neuen ungarischen Werk des Konzerns in Debrecen.
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Cupra Raval
Der elektrische Kleinwagen der sportlichen Marke des Volkswagen-Konzerns teilt sich die technische Basis mit dem Volkswagen ID.Polo. Er läuft im spanischen Martorell vom Band und setzt auf ein markantes Design.
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Hyundai Ioniq 3
Der elektrische Kompaktwagen geht auf die Studie zurück, die Hyundai 2025 auf der IAA in München zeigte. Er erweitert die Ioniq-Palette nach unten.

Kia EV2
Das kleine Stadt-SUV wird Kias elektrisches Einstiegsmodell in Europa. Gebaut wird es in der Slowakei.
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Renault Twingo
Der Name Twingo kehrt mit einem rein elektrischen Kleinwagen zurück, der weniger als 20.000 Euro kosten soll. Renault hat ihn in gut zwei Jahren entwickelt, für die Branche eine kurze Zeit.
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Volkswagen ID.Polo
Der Polo wird elektrisch. Der Kleinwagen mit Frontantrieb basiert auf einer für kleine Modelle angepassten Version der MEB-Plattform und soll rund 25.000 Euro kosten.
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Volvo EX60
Das Mittelklasse-SUV ist das elektrische Gegenstück zum XC60, dem meistverkauften Modell der schwedischen Marke. Mit ihm führt Volvo eine neue technische Basis ein.

Renault will den dritten Titel in vier Jahren

Die jüngsten Sieger zeigen, worum es geht. Renault gewann zweimal in Folge, 2024 mit dem Scénic E-Tech und 2025 mit dem Renault 5 E-Tech und dem Alpine A290. Im vergangenen Jahr brachte der Mercedes-Benz CLA, den es als Elektro- und als Verbrennerversion gibt, wieder eine Premiummarke aufs oberste Treppchen. In diesem Jahr hat Renault mit dem Twingo die Chance auf einen weiteren Titel. Der Volkswagen-Konzern stellt zwei Finalisten, und der Name Polo wurde bereits 2010 ausgezeichnet. BMW, Hyundai und Cupra haben die Trophäe dagegen noch nie gewonnen. Volvo gewann sie bisher einmal, 2018 mit dem XC40, Kia 2022 mit dem EV6.

Entscheidung am 8. Januar in Brüssel

Am 25. und 26. November fahren die Jurymitglieder die sieben Finalisten auf der Teststrecke im italienischen Balocco. Danach haben sie bis zum 31. Dezember Zeit für ihre Stimmabgabe. Jedes Jurymitglied verteilt 25 Punkte auf die Modelle, höchstens zehn pro Auto, und muss einen Favoriten benennen. Der Sieger wird am 8. Januar auf dem Brüsseler Autosalon bekanntgegeben, der die Preisverleihung zum vierten Mal in Folge ausrichtet.